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Neues von der WGS Soltau
Die WGS Soltau bietet seit über 100 Jahren Wohn- und Lebensqualität in der Region Soltau. Wir verwalten zur Zeit über 800 eigene Wohnungen, ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Verwaltung von Eigentumswohnungen nach WEG.
Gemeinsam für eine klimafreundliche Wärmeversorgung – Stadtwerke Soltau und Wohnungsbaugenossenschaft Soltau eG starten Pilotprojekt
Die neue Anlage ist inzwischen erfolgreich in Betrieb gegangen. Die Ausgangssituation ist in vielen Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft Soltau eG ähnlich: Die Wärmeversorgung erfolgt über Gasetagenheizungen, die jeweils einzelne Wohnungen versorgen. Für den Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung stellt sich deshalb die Frage, wie sich diese Anlagen Schritt für Schritt ersetzen lassen – möglichst ohne aufwendige Umbauarbeiten am Gebäude. Die Abluftwärmepumpe setzt genau hier an. Sie nutzt die Wärme der verbrauchten Raumluft, die ohnehin aus der Wohnung abgeführt werden muss. Diese Wärme wird nicht ungenutzt nach außen geleitet, sondern von der Wärmepumpe zurückgewonnen und für die Wärmeversorgung genutzt. Das Prinzip ähnelt einem Kühlschrank – nur umgekehrt: Während ein Kühlschrank einem Innenraum Wärme entzieht und nach außen abgibt, entzieht die Wärmepumpe der Abluft Wärme und stellt sie für die Wohnung zur Verfügung. Ein Kältemittelkreislauf hebt die gewonnene Wärme auf ein für die Wärmeversorgung nutzbares Temperaturniveau. Auf diese Weise kann vorhandene Umwelt- und Abwärme effizient genutzt werden. Für den Betrieb der Wärmepumpe wird Strom benötigt, dieser stammt ausschließlich aus erneuerbaren Energien, also aus Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie. Damit wird der bisherige Energieträger Erdgas vollständig ersetzt und die Wärmeversorgung der Wohnung deutlich klimafreundlicher gestaltet. Ein wesentlicher Vorteil des Pilotprojekts liegt darin, dass die Umstellung auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung mit vergleichsweise geringem Eingriff in die vorhandene Gebäudestruktur möglich ist. Statt eine zentrale Heizungsanlage für das gesamte Gebäude zu errichten und umfangreiche neue Wärmeleitungen verlegen zu müssen, wird die Wärmeversorgung direkt in der einzelnen Wohnung umgestellt. Damit wird ein Ansatz erprobt, der insbesondere für Gebäude mit vielen bestehenden Gasetagenheizungen interessant sein kann. Die Erfahrungen aus der ersten Wohnung sollen zeigen, wie sich das Konzept im praktischen Betrieb bewährt und welche Möglichkeiten sich daraus für weitere Wohnungen ergeben. Die Umsetzung des Pilotprojekts erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Soltau und der Wohnungsbaugenossenschaft Soltau eG. Die Stadtwerke haben die komplette Investition für die neue Anlage übernommen und auch die entsprechenden Fördermittel beantragt. Für die Wohnungsbaugenossenschaft bedeutet das: Sie muss sich weder um die Finanzierung noch um die technische Umsetzung der Anlage kümmern. Die Abluftwärmepumpe bleibt während der Vertragslaufzeit von zehn Jahren im Eigentum der Stadtwerke. Die Installation und die regelmäßige Wartung übernimmt mit der Grewe Haustechnik GmbH ein örtlicher Fachbetrieb. Damit verbindet das Projekt Klimaschutz mit einem weiteren wichtigen Aspekt: Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Von der Installation bis zur Wartung ist ein starker und kompetenter Partner eingebunden. Von der neuen Wärmeversorgung sollen zukünftig vor allem die Menschen profitieren, die künftig in der Wohnung leben. Die Wärmepumpe ermöglicht eine klimafreundliche Wärmeversorgung ohne den bisherigen Erdgasverbrauch. Zudem entfallen bei der Wärmeversorgung über die Wärmepumpe die mit dem Erdgasverbrauch verbundenen CO₂-Kosten. Das schafft mehr Planungssicherheit bei den Heizkosten und macht die Wohnung zugleich fit für eine zunehmend klimafreundliche Energieversorgung. Mit der Inbetriebnahme der ersten Abluftwärmepumpe beginnt nun die praktische Erprobungsphase. Die Stadtwerke Soltau und die Wohnungsbaugenossenschaft Soltau eG wollen Erfahrungen mit dem Betrieb, der Energieeffizienz und dem Zusammenspiel der Technik im Alltag sammeln.
Das Pilotprojekt zeigt dabei beispielhaft, wie die Energiewende auch im Gebäudebestand gelingen kann: mit moderner Technik, erneuerbaren Energien und Lösungen, die sich möglichst gut in vorhandene Gebäude integrieren lassen. Gemeinsam wollen die Stadtwerke und die Wohnungsbaugenossenschaft damit einen weiteren Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Wärmeversorgung gehen – und gleichzeitig zeigen, dass Klimaschutz und Wohnkomfort miteinander vereinbar sind. Auf dem Foto sind zu sehen: (von links nach rechts: Ralf Gattermann, WGS Soltau eG, Markus Grewe, Grewe Haustechnik, Daniel Franke, Stadtwerke Soltau)
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